<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>Comments on: Bericht von der Budapest Pride aus informatischer Perspektive</title>
	<atom:link href="https://blog.diebin.at/1363/bericht-von-der-budapest-pride-aus-informatischer-perspektive/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://blog.diebin.at/1363/bericht-von-der-budapest-pride-aus-informatischer-perspektive</link>
	<description>Infos, News und Updates der basisgruppe informatik</description>
	<lastBuildDate>Sun, 19 Jan 2014 01:38:48 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=4.9.4</generator>
	<item>
		<title>By: Andyka</title>
		<link>https://blog.diebin.at/1363/bericht-von-der-budapest-pride-aus-informatischer-perspektive/comment-page-1#comment-225</link>
		<dc:creator><![CDATA[Andyka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jul 2013 12:48:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.diebin.at/?p=1363#comment-225</guid>
		<description><![CDATA[Danke für den Erfahrungsbericht und die Photos. 

Zum Thema Offenheit und Ausschluss:

&quot;Tja, hier könnte vielleicht auch wieder der alte Spruch applikabel sein: &#039;Wer völlig offen ist, ist nicht ganz dicht!&#039; Wer Menschen nicht ausschließt, die anderen ihre Daseinsberechtigung (so wie sie sind) absprechen, produziert automatisch Ausschlüsse gerade gegenüber jenen, die ohnehin von gesellschaftlicher Repression betroffen sind.&quot;

Für mich geht es weniger um den Ausschluss von Menschen als um den Ausschluss oder die Umwendung von Praxen und Positionen, die dazu führen, dass jemanden seine/ihre Existenzberechtigung abgesprochen wird. Wobei Existenzberechtigung schon fast nach einem juristischen Wort klingt, als ob man für die Existenz eine Bererchtigung bräuchte... einen Pass oder sowas.

Worum es geht ist: Menschen können sich ändern z.B. durch Auseinandersetzungen. Ich muss nicht jede Person nehmen, wie sie ist, mit ihren verqueren Einstellungen zum Leben und zur Welt, nur wegen einer friedlichen Koexistenz. Sie sofort auszuschließen ist in manchen Fällen zu einfach, in anderen ein sinnvoller Selbstschutz. 

Damit will ich nicht sagen, dass Google oder Facebook in ihrem AppStore zur Auseinandersetzung beitragen. Durch Offenheit wird sehr vieles von den Prozessen sichtbar, die üblicherweise nur in geschlossenen Stammtischzirkeln oder in häuslichen Umgebungen stattfinden. Manchmal will man das gar nicht sehen (wie so manche Kommentare oder Postings auf Facebook), anderes regt zum Nachdenken und zum Widerstand an.

Man darf sich - so wie im Beitrag ausgeführt - wenig Illusionen über die Motivation für Offenheit bei großen Cloud-Anbietern (Google, Facebook, aber auch MegaUpload/Mega.co.cz) machen, sie bieten allen Inhalten eine Plattform, insofern sie den Umsatz erhöhen und das Image nicht wesentlich schädigen.

Siehe dazu auch die Diskussion rund um Gruppen, die &quot;rape jokes&quot; verbreiten: http://valleywag.gawker.com/facebook-didnt-actually-ban-rape-jokes-510279861

Siehe auf der anderen Seite jedoch eine provokante Position des Philosophen Slavoj Zizek:
&quot;How should we fight racism: With progressive racism&quot;
https://www.youtube.com/watch?v=p4YJAs6Cv9I

Nach Zizek muss man rassistische Praxen nicht nur ins Leere laufen lassen, sondern noch besser: In Solidarität umwandeln (weit davon entfernt, die moralisch empörten zu spielen).

Das gefällt mir an Filmen wie &quot;Parada&quot; oder &quot;Laurence Anyway&quot;: Sie nehmen die Perspektive der teils homo/transphoben jedoch in seltenen Umständen lernfähigen &quot;Mehrheitsgesellschaft&quot; mit herein um sie zu transformieren. Und: um die Utopien von Andersheiten auf den Boden zu bringen. 

Hier die Trailer: 

Parada:
https://www.youtube.com/watch?v=8GQmIRQBdLg

Laurence Anyways: 
https://www.youtube.com/watch?v=x0dEDnm15Qs

Das könnte die Aufgabe der /bin für die Informatik an der Uni Wien sein, mit Beiträgen wie dem Obigen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den Erfahrungsbericht und die Photos. </p>
<p>Zum Thema Offenheit und Ausschluss:</p>
<p>&#8220;Tja, hier könnte vielleicht auch wieder der alte Spruch applikabel sein: &#8216;Wer völlig offen ist, ist nicht ganz dicht!&#8217; Wer Menschen nicht ausschließt, die anderen ihre Daseinsberechtigung (so wie sie sind) absprechen, produziert automatisch Ausschlüsse gerade gegenüber jenen, die ohnehin von gesellschaftlicher Repression betroffen sind.&#8221;</p>
<p>Für mich geht es weniger um den Ausschluss von Menschen als um den Ausschluss oder die Umwendung von Praxen und Positionen, die dazu führen, dass jemanden seine/ihre Existenzberechtigung abgesprochen wird. Wobei Existenzberechtigung schon fast nach einem juristischen Wort klingt, als ob man für die Existenz eine Bererchtigung bräuchte&#8230; einen Pass oder sowas.</p>
<p>Worum es geht ist: Menschen können sich ändern z.B. durch Auseinandersetzungen. Ich muss nicht jede Person nehmen, wie sie ist, mit ihren verqueren Einstellungen zum Leben und zur Welt, nur wegen einer friedlichen Koexistenz. Sie sofort auszuschließen ist in manchen Fällen zu einfach, in anderen ein sinnvoller Selbstschutz. </p>
<p>Damit will ich nicht sagen, dass Google oder Facebook in ihrem AppStore zur Auseinandersetzung beitragen. Durch Offenheit wird sehr vieles von den Prozessen sichtbar, die üblicherweise nur in geschlossenen Stammtischzirkeln oder in häuslichen Umgebungen stattfinden. Manchmal will man das gar nicht sehen (wie so manche Kommentare oder Postings auf Facebook), anderes regt zum Nachdenken und zum Widerstand an.</p>
<p>Man darf sich &#8211; so wie im Beitrag ausgeführt &#8211; wenig Illusionen über die Motivation für Offenheit bei großen Cloud-Anbietern (Google, Facebook, aber auch MegaUpload/Mega.co.cz) machen, sie bieten allen Inhalten eine Plattform, insofern sie den Umsatz erhöhen und das Image nicht wesentlich schädigen.</p>
<p>Siehe dazu auch die Diskussion rund um Gruppen, die &#8220;rape jokes&#8221; verbreiten: <a href="http://valleywag.gawker.com/facebook-didnt-actually-ban-rape-jokes-510279861" rel="nofollow">http://valleywag.gawker.com/facebook-didnt-actually-ban-rape-jokes-510279861</a></p>
<p>Siehe auf der anderen Seite jedoch eine provokante Position des Philosophen Slavoj Zizek:<br />
&#8220;How should we fight racism: With progressive racism&#8221;<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=p4YJAs6Cv9I" rel="nofollow">https://www.youtube.com/watch?v=p4YJAs6Cv9I</a></p>
<p>Nach Zizek muss man rassistische Praxen nicht nur ins Leere laufen lassen, sondern noch besser: In Solidarität umwandeln (weit davon entfernt, die moralisch empörten zu spielen).</p>
<p>Das gefällt mir an Filmen wie &#8220;Parada&#8221; oder &#8220;Laurence Anyway&#8221;: Sie nehmen die Perspektive der teils homo/transphoben jedoch in seltenen Umständen lernfähigen &#8220;Mehrheitsgesellschaft&#8221; mit herein um sie zu transformieren. Und: um die Utopien von Andersheiten auf den Boden zu bringen. </p>
<p>Hier die Trailer: </p>
<p>Parada:<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=8GQmIRQBdLg" rel="nofollow">https://www.youtube.com/watch?v=8GQmIRQBdLg</a></p>
<p>Laurence Anyways:<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=x0dEDnm15Qs" rel="nofollow">https://www.youtube.com/watch?v=x0dEDnm15Qs</a></p>
<p>Das könnte die Aufgabe der /bin für die Informatik an der Uni Wien sein, mit Beiträgen wie dem Obigen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
